Lichterkette zum Gedenken an die Opfer sexueller Gewalt Revive all my fears, revive all these wasted tears, revive this void within... revive me once again


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Ein letztes Mal Winken

Du hast Recht. Es ist kalt. Aber nein, ich will nicht frieren. Was soll diese Kälte hier draußen auch schon sein, verglichen mit der, die sich langsam in mir ausbreitet.
Dort draußen ist die Nacht... und wenn ich sie mir so ansehe... nein keine Schwermut, nicht hier, nicht jetzt. Ich mag mein Gesicht nicht unter dem Schutzmantel der Nacht verbergen. Hier ist es! In all seiner gebrochenen Herrlichkeit. Sieh mir wenigstens in die Augen. Sieh mir bitte in die Augen. Nach der Zeit, die wir hatten, wird das doch möglich sein, oder?
Ich rede dir zu geschwollen? Es tut mir Leid. Ich spreche mit dem Herzen und mein Verstand wird nur Zuschauer sein. Er nickt und ist einverstanden. Magst du es auch nicht sein, magst du glauben, dass solche Worte nie geholfen haben und einem Mann nicht gut zu Gesicht stehen - was macht das schon?
Ja, meine Hand ist kalt. Nein, ich zittere nicht. Nicht nach außen hin zumindest. Aber frag mich bitte nicht nach dem, was in mir ist.
Du wunderst dich, dass ich nicht weine? Ich sei doch so ein weinerlicher Mensch, warum also nicht hier? Ich weine, aber du kannst meine Tränen nicht mehr sehen. Wie auch? Du spürst dasselbe wie ich - und du hast es seit längerer Zeit gespürt. Unsere Seelen haben sich entfernt. Ich fühle dich nicht mehr. Keine Angst vor dem Alleinsein, keine Begierde nach fleischlicher Lust kann uns noch retten. Früher hättest du meine Tränen gesehen...
Ja, ich sehe die deinen. Wie sie deine Wangen herabgleiten...
Tut es mir Leid? Ich wollte dich nie verletzen. Ja, du mich auch nicht, ich weiß, allerdings: Menschen verletzen sich. Das bleibt nie aus.
Auch wenn sich unsere Wege hier trennen, vergessen werde ich dich nicht. Kann ich nicht. Ich will es auch gar nicht.
Nein, lass mich doch. Komm in meine Arme und lehn dich an, bis dein Schmerz nachgelassen hat. Ich wünschte, ich könnte dir helfen. Allein, ich bin das Problem. Deinen Schmerz lindern - das würde ich gerne... doch ich bin der Grund.
Nein, ich will dich nicht von deinem Entschluss abbringen. Ich nehme ihn an - was soll ich auch anderes tun?
Nein, ich fühle mich nicht gut. Es wird auch lange nicht wieder besser werden. In der einsamen Stille der Nacht, im kalten hellen Licht des Tages, in Freude und Leid - mir wird etwas fehlen.
... ja wenn es eine Möglichkeit gäbe, dass du bei mir bliebest. Ich hätte nichts dagegen.
Ein letzter Wangenkuss und ein letzter Blick in deine Augen. Die Tür schließt sich.
Die letzten Lügen unserer Zweisamkeit sind ausgesprochen. Ich pflanze einen Samen der Hoffnung in die Erde – nicht für die Liebe sondern für ein freundliches Wiedersehen. Danke, dass du nie gesagt hast „Lass uns doch Freunde bleiben“. Nicht dass ich nicht wollte, aber wie grässlich dieser Satz doch ist. Ach, ich wusste nicht, dass ich auf den Samen spucken würde, dass ich ihn so schnell entehren würde... und nicht dass du den Keimling letztlich zertreten würdest.
Ein letzter flotter Spruch zum Schluss: Nicht von Anfang an gewusst, nicht von Anfang an geahnt. Was war und ist, kommt und bleibt, es tut uns nicht leid.
Kettcar. Ja. Kein Balu mehr und keine Audrey.
Rückwärts gehe ich in die Nacht, Schritt um Schritt tiefer hinein.
Es tut uns nicht leid.
8.12.10 23:29
 


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