Lichterkette zum Gedenken an die Opfer sexueller Gewalt Revive all my fears, revive all these wasted tears, revive this void within... revive me once again


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Broken Flowers

Filme. Ich mag Filme sehr. Aber ich schaue sie nur selten alleine. Warum? Keine Ahnung. Dabei kann ich es sogar recht gut, wie ich gerade wieder festgestellt habe.
An dieser Stelle aber gleich vorweg eine Warnung: Wenn man mir einen Film ausleiht, dann kann es schon mal dauern.
Im April 2010 begab es sich, dass ich mich mit einem Bekannten zum Filmschauen traf und wir uns auch generell über Filme austauschten, die wir mögen oder erst kürzlich gesehen hatten.
Bei mir war das "Lost In Translation" und ich war sehr begeistert von diesem Film, da er mich sehr berührt hatte. Überhaupt gehört schon etwas dazu, dass ein Film mich ohne Wenn und Aber auf die Couch bannt.
Mein Bekannter stimmte mir zu, dass es ein schöner Film sei und ganz besonders toll sei Bill Murrays Schauspielerei. Von meiner Seite aus: Kein Widerspruch. Ehe ich noch einmal blinzeln konnte, hatte ich auch schone eine DVD in Händen namens "Broken Flowers" mit dem Hinweis: "Wenn dir Lost In Translation" gefallen hat, dann dürfte dieser Film auch etwas für dich sein."
Heute Abend dann war es soweit, ich hatte Lust mir einen Film anzusehen und die DVD fand endlich ihren Weg in mein Abspielgerät.
Die Geschichte: Ein älterer Herr im Ruhestand mit einem gewissen Vermögen und einem anscheinend einst recht ausgefülltem Liebesleben erhält einen Brief, dass er einen Sohn besäße, der auf der Suche nach ihm sei. Absender leider nicht bekannt. Sein Nachbar, eine Art Hobbydetektiv, drängt ihn dazu, sich auf die Suche zu begeben und stattet ihn mit allen notwendigen Dingen aus: Adressen, Hotelreservierungen, Wegbeschreibungen, Flugticket. So begibt sich unser Hauptcharakter schließlich auf einen lustigen Trip zu seinen ehemaligen Liebschaften.
... und was für ein Trip. Zunächst: Nein, wir haben es hier nicht mit einer der zahlreichen US-Komödien zu tun, die mit möglichst vielen Witzen und Slapstick einen zu erdrücken suchen. Dieser Film ist ruhig, entspannt, hat einen sehr natürlichen (teils aber auch spröden) Humor und nutzt auch sehr viel Gestik und insbesondere Mimik. Ernsthaft. Wer jetzt schon eingeschlafen ist, der braucht sich um diesen Film auch nicht weiter kümmern.
Ob einem der Film nun wirklich gefallen muss, wenn man "Lost In Translation" mag? Nein, ganz sicher nicht. Aber dieser Film hat doch seine Qualitäten, eben darin wie er seine Geschichte gemählich ausbreitet. Aber emotional läuft so viel ab, dass ich sicher bin, viel gar nicht wirklich mitbekommen zu haben. Da haben wir Verwunderung, Bedauern, nostalgisches Glück und ein ganzes Fass aus peinlichen Moment. Das Peinliche in diesem Film ist aber nicht das, was ein unangebrachter Rülpser, eine heruntergelassene Hose oder ein "Ach, das war deine Katze, die ich die Toilette heruntergespült habe?" in anderen Filmen ist. Es ist mehr das Peinliche in der Kommunikation: Schweigen oder uninteressanter small talk, wie er entsteht, wenn man sich nichts zu sagen hat. Ich hasse diese Momente im echten Leben und sie kommen viel zu oft vor, daher waren sie im Film ebenso unangenehm.
Die schauspielerische Leistung empfand ich als gut, die Rollen und Dialoge waren soweit überzeugend, wirkten also nicht künstlich. Ich kaufe den Machern auch den übereifrigen Nachbarn ab - ich will auch einen Nachbarn, der mir einen Urlaub zusammenstellt. Es gab kleinere Dinge, die mir nicht so gefallen haben, aber das waren nur kleine Details. Letztlich hat der Film für mich das Problem, das er einfach farblos bleibt, mich nicht wirklich mitreißt oder tiefergehend berührt.
Nun ja, wer also einen ruhigen, entspannten Film über die Suche nach vergangenen Zeiten, zwischenmenschliche Beziehungen und ganz nebenbei Dastellungen von verschiedenen Milieus der amerikanischen Gesellschaft sehen möchte, dem sei "Broken Flowers" wärmstens empfohlen.
Sollte ich auf einer Skala von 1- 10 werten, dann dürfte der Film bei einer 6,5 liegen
17.1.11 00:48
 


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