Lichterkette zum Gedenken an die Opfer sexueller Gewalt Revive all my fears, revive all these wasted tears, revive this void within... revive me once again


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Der Spiegel der Moldau

Das Wasser hier ist tief, so tief und dunkel und glatt wie ein Spiegel.
"Wer von uns wird fallen?", frage ich in der Hoffnung, es niemals zu erfahren.
Bewegung und Feuer kehren sich in mein Innerstes. Dort habe ich mich nun eingeschlossen.
Du! Entzücke mich... entrücke mich...zerstückle mich...
Drei Zeichen, drei Wunden wurden mir zuteil: Des Körpers, des Geistes und der Seele. Sie sagen: Das Schicksal befreit dein Herz, es lindert den Schmerz, befriedet den nimmersatten Hunger und die ewig treibende Lust, schließt alle Türen auf und versiegelt sie wieder. Es fließt, alles fließt.
So grabe ich mich in Mutters Schoß ein, um Ruhe zu finden.
Kein Fluß vergießt Tränen, um mich nach Hause zu führen.
(Wo mag es auch liegen?)
Eine falsche Sonne erhebt sich und streckt ihre durstigen Wurzeln ins kühle Nass hinab. Der Himmel erstrahlt in einem kräftigen Nachtblau.
Die Augen blicken ins Wasser, ins dunkle Wasser, in den dunklen Spiegel, der keine Bilder zurückwirft: Dort auf der Oberfläche, bildlos und glatt, erkenne ich im Dunkel mein Spiegelbild.
Kein Fluß bringt mich heim, denn er und ich - wir sind eins.
In seinem - meinem (!) - Innern schlägt ein Herz aus Finsternis.
Und zu dir hin gewandt, schreie ich:
"Was auch kommen mag, ich werde sein, durch mich selbst werde ich sein. Es mag kommen, was will - es wird nie anders."
Du aber rührst dich nicht, bewegst dich nicht. Hörst mich nicht, verstehst wohl auch nicht.
Deine Lippen formen Laute: "Was ist dort im Wasser zu sehen?" Es folgt eine ewige Stille.
Ein sanfter Wind weht hindurch und flüstert in einem fort - nichts.
30.8.11 23:36
 


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